Autor: Stefan Schill, erstellt am 1. November 2003 (Schill.Stefan@t-online.de)
fühlen, denken, handeln

Dietmar Friedmann ist es gelungen, auf nicht-statistischem Wege eine Typologie des Menschen aufzustellen. Ab sofort reicht allein die Begründung des eigenen Verhaltens aus, einen Menschen sich selbst erkennen zu lassen.

Die Wahrheit sieht folgendermaßen aus:

  • Typ 1 fühlt zuerst, denkt danach und handelt zuletzt
  • Typ 2 denkt zuerst, handelt danach und fühlt zuletzt
  • Typ 3 handelt zuerst, fühlt danach und denkt zuletzt

Was soll man von Typ 3 halten? Ist nicht jemand, der ohne gutes Gefühl bei der Sache und ohne groß nachzudenken handelt, ziemlich einfältig?

Ist es nicht so, daß jemand, der ohne Gespür mit dem Denken beginnt, in der Informationsflut zu ertrinken droht? Muss Typ 2 nicht die Vielfalt auf eine beherrschbare Zweifalt reduzieren, dabei dem herrschenden Paradigma auf den Leim gehen, und als letzte Einsicht, da das von ihm fabrizierte Ergebnis Widerwillen auslöst, jegliche Wahrheit bezweifeln?

Für Typ 1 haben die Sinne einen Sinn. Um überhaupt handeln zu können, bedarf es einer durchdachten Vorgehensweise. Die Handlung selbst gestaltet sich zum Kunstwerk, welches den dreifaltigen Gott feiert.

Michel de Montaignes Typologie des Menschen
Literatur:
Friedmann, D.(2000): Die drei Persönlichkeitstypen und ihre Lebensstrategien.- 229 S., Darmstadt.